Sir Arthur Conan Doyle

Sir Arthur Conan Doyle

Arthur Conan Doyle wurde am 22. Mai 1859 in Edinburgh, Schottland, in eine wohlhabende, aber instabile Künstlerfamilie geboren. Er studierte Medizin an der Universität von Edinburgh, wo er einem Professor namens Joseph Bell begegnete. Dessen außergewöhnliche Gabe, Krankheiten durch genaueste Beobachtung und Deduktion zu diagnostizieren, sollte später das wichtigste Vorbild für die Figur des Sherlock Holmes werden.

Während er als Arzt praktizierte, begann Doyle zu schreiben. 1887 erschien mit „Eine Studie in Scharlachrot“ der erste Roman um den Meisterdetektiv. Obwohl Sherlock Holmes ihn weltberühmt machte, betrachtete Doyle seine Krimis oft als bloße „Brotarbeit“. Sein eigentlicher Stolz galt seinen historischen Romanen und Sachbüchern, die er für literarisch wertvoller hielt. Diese Ambivalenz ging so weit, dass er Holmes 1893 in der Erzählung „Das letzte Problem“ sterben ließ, um sich anderen Werken zu widmen – nur um ihn Jahre später auf öffentlichen Druck hin (und für ein stattliches Honorar) wiederauferstehen zu lassen.

Doyle war jedoch weit mehr als ein Krimiautor. Er war ein leidenschaftlicher Sportler, reiste als Schiffsarzt in die Arktis und engagierte sich politisch. Für seine Verdienste als Arzt in einem Feldlazarett während des Burenkrieges und seine Verteidigungsschriften für die britische Krone wurde er 1902 zum Ritter geschlagen.

In seinen späteren Lebensjahren wandte sich Doyle, tief getroffen vom Verlust seines Sohnes im Ersten Weltkrieg, intensiv dem Spiritismus zu. Er verbrachte viel Zeit damit, die Existenz von Geistern und Feen zu beweisen, was in Fachkreisen oft auf Unverständnis stieß. Er verstarb am 7. Juli 1930 in Sussex. Heute gilt er als einer der einflussreichsten Autoren der Weltliteratur, der mit Sherlock Holmes einen modernen Mythos schuf, der die Kriminalliteratur bis heute maßgeblich prägt.

Bücher

Musik